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Referenz

KlimaAllianz-App macht Klimaschutz im Kreis Soest transparent

Um Klimaschutz effektiv zu betreiben, dĂŒrfen die Bedeutung und Auswirkung des Klimawandels nicht zu abstrakt und die EinstiegshĂŒrden fĂŒr BĂŒrger:innen nicht zu hoch sein. Deshalb initiierte der Kreis Soest die Idee der „KlimaAllianz Kreis Soest“ – eine Datenbank, in welcher BĂŒrger:innen, Unternehmen und Institutionen sich und ihr Handeln fĂŒr den Klimaschutz öffentlich darstellen und so voneinander lernen können.

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  • Projekt fokussiert Bewusstseinsbildung fĂŒr Klimaschutz bei BĂŒrger:innen, Unternehmen und Institutionen im Landkreis Soest (NRW)
  • WeAreGroup ĂŒberzeugt dank technischem Konzept und bewĂ€ltigt komplexe Herausforderungen mit langjĂ€hriger Expertise
  • Browserbasierte Multiplattform-App ist leicht zugĂ€nglich und einfach zu nutzen

Hintergrund:

FĂŒr den Kreis Soest hat Klimaschutz PrioritĂ€t: In der Abteilung „Digitales, Klimaschutz, MobilitĂ€t und Innovation“ verantwortet das Sachgebiet „Energie und Klima“ gezielt die Umsetzung und Beobachtung des kreiseigenen Klimaschutzkonzepts. Damit verfolgt der Landkreis unter anderem die Intentionen, das Leben in einer klimafreundlichen Region zu ermöglichen und die LebensqualitĂ€t durch geringere Energiekosten zu verbessern. Durch seine langjĂ€hrige Arbeit weiß der Kreis von dem BedĂŒrfnis vieler BĂŒrger:innen und Unternehmensgruppen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, aber auch um die Schwierigkeiten, richtig damit zu beginnen, sich zu informieren oder sich zu vernetzen. Aus dieser Problemstellung heraus formulierte der Landkreis die Idee der KlimaAllianz-App: Anhand der Eingaben der User zu den fĂŒnf Themenfeldern tĂ€gliche MobilitĂ€t, Reisen, Wohnen, Konsum und ErnĂ€hrung sollte ein individueller CO2-Fußabdruck ermittelt werden, welcher wiederum mit dem Durchschnitt aller User aus derselben Stadt/Gemeinde und auch mit dem des Kreisgebiets verglichen werden kann. Ferner sollte es mit dem Markt der Möglichkeiten Gelegenheit zum Austausch und zur PrĂ€sentation der eigenen Klimaschutz-Maßnahmen und -Ideen geben.

FĂŒr die Umsetzung der App wurde ein Auftragnehmer gesucht, der in den Bereichen Web-, App- und Datenbankentwicklung sowie Projektmanagement sehr erfahren und technisch versiert ist, um die komplexe Planung und Entwicklung rund um die Anwendung nicht nur zu begleiten, sondern auch zu fĂŒhren. Gleichzeitig wurde eine hohe ProfessionalitĂ€t und EffektivitĂ€t vorausgesetzt, um das Projekt in regelmĂ€ĂŸiger RĂŒcksprache mit dem Auftraggeber zielfĂŒhrend entlang der knappen zeitlichen und monetĂ€ren Rahmenbedingung fristgerecht abzuschließen. FĂŒr eine öffentliche Institution ist die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien inkl. der DSGVO wĂ€hrend der Beauftragung ebenso vorausgesetzt wie ein offener und transparenter Austausch. Neben der Entwicklung und der UnterstĂŒtzung in der Koordination war insbesondere die Architektur der Anwendung ein zentraler Faktor fĂŒr die Auswahl des Partners. In einer öffentlichen Ausschreibung setzten wir uns gegen zahlreiche Mitbewerber durch und erhielten dank unseres vorgelegten technischen Konzepts fĂŒr die effektive und ĂŒbersichtliche Entwicklung der App und Website den Zuschlag.

Herausforderungen:

Bereits wĂ€hrend der Ausarbeitung des Konzepts fĂŒr die öffentliche Ausschreibung, wurden die ersten Herausforderungen hinsichtlich komplexer technischer Anforderungen im Projekt klar: Zum einen sollte die Anwendung auf verschiedenen Plattformen (web & mobil) nutzbar sein, zum anderen vielfĂ€ltige und teils komplizierte Funktionen beinhalten – allem voran den bereits erwĂ€hnten individualisierten CO2-Rechner und den gemeinsam nutzbaren Markt der Möglichkeiten. FĂŒr beide Bereiche mussten wir drei Faktoren stetig im Blick behalten: Die begrenzte Zeit, das Budget sowie eine leicht verstĂ€ndliche NutzeroberflĂ€che, welche die Vielzahl der gewĂŒnschten Funktionen den breitgefĂ€cherten Nutzergruppen verstĂ€ndlich zugĂ€nglich macht.

Der Rechner, der den CO2-Fußabdruck eines Users durch verschiedene Variablen ermitteln sollte, wird das HerzstĂŒck der Anwendung und muss die Daten ebenfalls in einem Dashboard anzeigen, sowie im Userprofil speichern. Neben der Entwicklung der einzelnen Berechnungsschritte wurde eine valide Datenquelle benötigt, um realistische Ergebnisse zu liefern. Hierzu wurde eine Drittanbieter-API eingebunden und funktional ergĂ€nzt, um stets aktuelle Werte berechnen und ausgeben zu können. Der gemeinsam von allen Usern genutzte Markt der Möglichkeiten, benötigte von Beginn an eine sinnvolle und organisierte Architektur des Codes, die seine weitreichenden Funktionen abdeckt. Damit sĂ€mtliche User – BĂŒrger:innen, Unternehmen, Vereine und Institutionen – diese offene Datenbank mit Texten und Bildern fĂŒllen können, musste genau festgelegt werden, wie eigene CO2-Einsparwirkung fĂŒr den Klimaschutz geteilt werden sollen. Nur so können User in der App ihre Erfolge bilanzieren und diese optional öffentlich darstellen.

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Lösung:

Um den Herausforderungen optimal zu begegnen, setzten wir im Backend auf Strapi, ein auf NodeJS basierendes Headless CMS, welches die Möglichkeit bietet, das Datenmodell auf einem sehr einfachen und effizienten Weg im Verlauf des Projektes abzustimmen und zu jedem Zeitpunkt weiterzuentwickeln. Headless CMS sind nicht fest mit einem Frontend verknĂŒpft, sondern ermöglichen ĂŒber Schnittstellen, in diesem Fall mittels GraphQL, die Kommunikation mit einer oder auch mehrerer Frontend-Applikationen. So können bspw. sowohl eine iOS-App, als auch eine Android-App und die Website-Version der Anwendung auf ein und dasselbe Backend zugreifen. Nicht nur technisch, sondern auch optisch ist jede Frontend-Applikation auf die jeweiligen Spezifika optimiert.

FĂŒr die Umsetzung dieser Frontend-Applikationen wĂ€hlten wir hier Capacitor in Verbindung mit GatsbyJS, um ein Multiplattform-Projekt basierend auf React aufzubauen. Somit steht sowohl fĂŒr die Web-Applikation als auch die mobilen Apps die gleiche Frontend-Struktur zur VerfĂŒgung, was eine simple Übersetzung des Codes auf allen drei Plattformen (Webseite, iOS App und Android App) ermöglicht. Effektiv musste fĂŒr drei Plattformen also nur einmal Code geschrieben werden. Dieser kann zentral verwaltet werden, was die Entwicklungszeit stark reduzierte, und auch zukĂŒnftig die Wartung vereinfacht und schneller auf sich verĂ€ndernde Anforderungen reagieren lĂ€sst.

Innerhalb des Projekts wurden die folgenden, zuvor festgelegten Meilensteine in zweiwöchigen Sprints zĂŒgig und zielgerichtet umgesetzt:

  • Kick-Off: Detaillierte Besprechung des Projektplans und des Entwicklungskonzepts
  • Anforderungsanalyse: Finalisierung des Entwicklungskonzepts und Vorbereitung der User Stories
  • Design Mockup/Click Dummy: Erarbeitung, Abstimmung und Finalisierung der Design-EntwĂŒrfe fĂŒr die Darstellung der App unter Verwendung der TailwindCSS-Bibliothek
  • Accounts: Implementierung von Erstellen und Bearbeiten von Userprofilen
  • CO2-Rechner: Auswahl des Anbieters Climatiq als beste API-Lösung fĂŒr die benötigten Daten zur Fußabdruck-Berechnung, individuelle Erweiterungen in der Datenbankverbindung fĂŒr gewĂŒnschte Funktionen -** Markt der Möglichkeiten:** Entwicklung der Funktionen, um verschiedene Maßnahmen als BeitrĂ€ge samt Beschreibung und Bild in einem eigenen Bereich der Anwendung öffentlich zu teilen
  • Chat: Ermöglichung von privater Kommunikation zwischen den Usern
  • Website: Neben der UX-orientierten NutzeroberflĂ€che, die fĂŒr die Webansicht konzipiert wurden, wurden auch die Funktionen der mobilen App ĂŒbernommen -** Feinschliff:** Finale Überarbeitungen und Tests
  • Release: Anmeldung in den App-Stores (Apple App Store & Google Play Store) und Veröffentlichung der Website

Durch die Nutzung von Open-Source-Technologien zeichnet sich die Anwendung außerdem fĂŒr die Bezeichnung „nachhaltig entwickelt“ aus: Der Kunde besitzt durch die frei verfĂŒgbare und gut dokumentierte Open-Source-Basis mehr Freiheit, FlexibilitĂ€t und Kontrolle ĂŒber die Softwarelösung. Der Einsatz trĂ€gt außerdem dazu bei, langfristig die Entwicklungs- und Instandhaltungskosten zu senken, sowie die Sicherheit und QualitĂ€t der entwickelten Software zu verbessern. Schon alleine, weil keine Lizenzkosten gezahlt werden mĂŒssen, aber auch weil die Open-Source-Community die verwendeten Technologien stetig und schnell weiterentwickelt.

Elementar fĂŒr die erfolgreiche Zusammenarbeit war unser Fokus auf AgilitĂ€t. Diese machte sich nicht nur in der technischen Umsetzung und dem einhergehenden Projektmanagement nach Scrumban bemerkbar, sondern insbesondere in der ausfĂŒhrlichen und vollstĂ€ndigen Dokumentation, die sĂ€mtliche Informationen zu Anwendung, Technologien und Projekt sammelte, zusammenfĂŒhrt und ĂŒberblicken lĂ€sst. Zwischen den Sprints fanden regelmĂ€ĂŸige Meetings mit Verantwortlichen des Landkreises statt, in denen Feedback zum aktuellen Entwicklungsstand aufgenommen und der nĂ€chste Sprint angekĂŒndigt wurde. So konnten wir ĂŒber die gesamte Projektlaufzeit eine kontinuierliche Weiterentwicklung ohne Blocker oder Pausen gewĂ€hrleisten und die gewĂŒnschten FunktionalitĂ€ten unter den nötigen Rahmenbedingungen vollstĂ€ndig umsetzen.

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Ergebnis:

Nach finalen ErgĂ€nzungen, die wir auch nach Release flexibel umsetzen konnten, wurde dem Kreis Soest die umfassende Anwendungslandschaft ĂŒbergeben und von uns auf Heroku (powered by Salesforce) in Betrieb genommen. Sowohl als mobile als auch Web-App können nun Klimaschutzbegeisterte aus dem Landkreis zusammenkommen und sich getreu dem Sinne einer „Allianz“ vernetzen, austauschen, inspirieren und informieren. Die von uns entwickelten Kernfunktionen bilden dabei:

  • CO2-Rechner: Angaben zu den fĂŒnf Themenfeldern tĂ€gliche MobilitĂ€t, Reisen, Wohnen, Konsum und ErnĂ€hrung werden aufgenommen und so ein individueller CO2-Fußabdruck ermittelt.
  • Dashboard: Nach der initialen Berechnung des CO2-Fußabdrucks sieht ein User seinen CO2-Wert im Dashboard. ZusĂ€tzlich zeigt das Dashboard den Mittelwert sowohl der User in der Heimatgemeinde, als auch den des Kreises Soest an. Hier kann die Fußabdruck-Berechnung monatlich erneut durchgefĂŒhrt werden.
  • Markt der Möglichkeiten: Alle User, egal, ob Privatperson, Unternehmen oder Organisationen, können Informationen zu Klimaschutzmaßnahmen in relevanten Bereichen als BeitrĂ€ge teilen. ZusĂ€tzlich können sie auch Maßnahmen, die andere User eingestellt haben, einsehen und außerhalb der Anwendung auf verschiedenen KanĂ€len teilen.
  • Chat: User können ĂŒber den Markt der Möglichkeiten oder die Suchfunktion andere User in Kontaktlisten speichern und Nachrichten austauschen.
  • Profil: Der User kann Informationen ĂŒber sich oder seine Organisation jederzeit hinzufĂŒgen, anpassen oder löschen.

Mit diesen und weiteren vielseitigen Funktionen trĂ€gt die App fokussiert zur Bewusstseinsbildung fĂŒr Klimaschutz bei und etabliert das Thema als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die App etabliert einen einfachen Einstieg und Überblick in das Thema Klimaschutz und zum regionalen Status Quo, vernetzt Klimaschutzbegeisterte und -interessierte. Insbesondere der knifflige Einbau einer externen API als Datenquelle fĂŒr den CO2-Rechner, den wir gemeistert und den individuellen Anforderungen entsprechend erweitert haben, verbessert die Datenlage zur Klimaschutz-Zielerreichung fĂŒr die Kreisverwaltung enorm. Im Vordergrund stehen dabei bspw. die Daten zum Ökostrombezug oder der CO2-Kompensation, deren Freigabe zur Analyse von den Usern selbst gegeben werden kann, aber nicht vorausgesetzt ist. Hiermit sollen im nĂ€chsten Jahr die Entwicklungen des CO2-Verbrauchs im Landkreis Soest genauer erfasst, ausgewertet und bewertet werden, um zu kontrollieren, ob die Ziele des Klimaschutzkonzepts erreicht werden. Basis fĂŒr die positive Zusammenarbeit war die Offenheit und Kommunikation beider Seiten, mit welcher wir den Entwicklungsprozess erfolgreich, reaktiv und flexibel gestalten konnten.

„Das Team der WeAreGroup GmbH hat uns eine ansprechende & gut funktionierende App zur Bestimmung des individuellen CO2-Fußabdrucks mitsamt eines Marktes der Möglichkeiten fĂŒr viele individuelle Klimaschutzmaßnahmen erstellt,“ so Frank Hockelmann, Klimaschutzmanager und Projektleiter auf Seiten des Kreises Soest. „Der Entstehungsprozess wurde dabei mit guten Ideen und VorschlĂ€gen begleitet, wĂ€hrend die Zusammenarbeit stets sehr freundlich und auf Augenhöhe war.“

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Ausblick:

Die KlimaAllianz-App des Kreises Soest bietet vielfĂ€ltige Möglichkeiten fĂŒr Weiterentwicklung und Verbreitung: Zum einen könnte die jetzige Version als Basis fĂŒr Ă€hnliche Konzepte in anderen Landkreisen, BundeslĂ€ndern oder Nationen dienen, um die Vorteile auf einer höheren Ebene zu nutzen. Zum anderen könnte die jetzige Code-Basis erweitert und umfassende Funktionen wie die Einbindung von lokalen Klimaschutzprojekten, Fokus-Community-Gruppen fĂŒr bestimmte Themen, Vernetzung mit nachhaltigen/regionalen Unternehmen oder auch Gamification-AnsĂ€tzen zum kontinuierlichen Fokus des Klimaschutzes ergĂ€nzen. Durch unsere maßgeschneiderte Entwicklung ist die Erweiterung und Anpassung der Anwendung jederzeit problemlos möglich.

Haben Sie auch eine Idee fĂŒr ein digitales Produkt, eine App oder Web-Anwendung? Kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns, die spezifischen Anforderungen zu besprechen und fĂŒr Sie eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln!

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